Научная статья на тему 'Synonymic row as a cognitive structure of knowledge of the world (with reference to a synonymic row of the Verb stehlen)'

Synonymic row as a cognitive structure of knowledge of the world (with reference to a synonymic row of the Verb stehlen) Текст научной статьи по специальности «Языкознание и литературоведение»

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Ключевые слова
СИНОНИМИЧЕСКИЙ РЯД / КОГНИТИВНАЯ СТРУКТУРА ХРАНЕНИЯ ЗНАНИЙ / SYNONYMIC ROW / COGNITIVE STRUCTURES OF KNOWLEDGE / SYNONYMISCHE REIHE / ERKENNTNISSTRUKTUR / SPEICHERUNG

Аннотация научной статьи по языкознанию и литературоведению, автор научной работы — Дей Татьяна Михайловна, Панина Татьяна Геннадьевна

В данной статье рассматривается понятие синонимического ряда как когнитивной структуры хранения знаний о мире на примере синонимического ряда с ядерным глаголом stehlen. Анализ осуществляется на материале современного немецкого языка.

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Текст научной работы на тему «Synonymic row as a cognitive structure of knowledge of the world (with reference to a synonymic row of the Verb stehlen)»

параметры грамматики и текста : сб. ст., посвящённых юбилею Г. А. Золотовой.

- М. : Едиториал УРСС, 2002. - С. 449-460.

9. Duden. Das Stilwörterbuch. - 9 völlig neu bearbeitete Auflage. B. 2. - Mannheim/ Leipzig/ Wien/ Zürich. - 2010.

10. Parlament [Text]. - 2010. - № 4.

Дей Татьяна Михайловна

Преподаватель кафедры иностранных языков ФГБОУ ВПО «ИГУ», Иркутск, Россия

Панина Татьяна Геннадьевна

Кандидат филологических наук, доцент кафедры немецкого языка ФГБОУ ВПО «ИГЛУ», г. Иркутск, Россия

УДК 81.-114.2 ББК 81.001.6

СИНОНИМИЧЕСКИЙ РЯД КАК СТРУКТУРА ХРАНЕНИЯ ЗНАНИЙ О МИРЕ (НА ПРИМЕРЕ СИНОНИМИЧЕСКОГО РЯДА С ГЛАГОЛОМ

STEHLEN)

В данной статье рассматривается понятие синонимического ряда как когнитивной структуры хранения знаний о мире на примере синонимического ряда с ядерным глаголом stehlen. Анализ осуществляется на материале современного немецкого языка.

Ключевые слова: синонимический ряд; когнитивная структура хранения знаний.

SYNONYMIC ROW AS A COGNITIVE STRUCTURE OF KNOWLEDGE OF THE WORLD (WITH REFERENCE TO A SYNONYMIC ROW OF THE

VERB STEHLEN)

The article considers the concept of a synonymic row as cognitive structure of the world on the example of a synonymic row with a nuclear verb stehlen. The analysis is carried out on a material of modern German.

Key words: synonymic row; cognitive structures of knowledge.

SYNONYMISCHE REIHE ALS ERKENNTNISSTRUKTUR UND MITTEL DER SPEICHERUNG VON WISSEN UM DIE WELT (AM BEISPIEL DER SYNONYMISCHEN REIHE MIT DEM VERB STEHLEN)

Im angegebenen Artikel wird auf den Begriff synonymische Reihe eingegangen. Sie wird als kognitive Struktur der Speicherung von Wissen um die Welt betrachtet. Es wird die synonymische Reihe mit dem Kernverb stehlen analysiert.

Schlüsselwörter: synonymische Reihe; Erkenntnisstruktur; Speicherung.

Mit der Erkenntnis der Welt hat der Mensch verschiedene Strukturen ausgearbeitet, deren Funktion die Speicherung und Darstellung des Wissens um die Welt, um ihre einzelnen Objekte ist. Es sind sich im Prozess der Taxonomie herausgebildete

Kategorien von Objekten; Konzepte als mentale Vorstellungen über ein Fragment der Wirklichkeit; Frames, deren Struktur wie ein Schema oder ein Szenarium (ein Skript) beschrieben werden kann. Durch diese Strukturen lassen sich verschiedene Objekte der Wirklichkeit erkennen, klassiefizieren und beschreiben. Heute wird auch versucht, synonymische Reihe als Erkenntnisstruktur und Struktur der Speicherung des Wissens um die Welt und deren Objekte zu begründen und zu beschreiben.

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit einem der Fragmente der Wirklichkeit und der synonymischen Reihe, durch die es von Sprachträgern erkannt und begriffen wird. Es geht um den Diebstahl als widerrechtliche Handlung, die in verschiedenen Formen vorkommen kann, was sprachlich sofort festgelegt und fixiert wird.

In der Fachliteratur zu Strukturlinguistik wird der Begriff der synonymischen Reihe als sprachliche Reihe von lexikalischen Einheiten verstanden, die miteinander durch ein gemeinsames Sem verbunden sind, jede Einheit aber besitzt ihre semantischen Nebenmerkmale [Behagel, 1954. S. 313]. Kognitive Betrachtung der Sprache erlaubt die synonymische Reihe als konzeptuelle Struktur anzusehen.

Wie repräsentative deutsche Wörterbücher angeben, hat das Verb stehlen folgende Synonyme: stehlen, entwenden, wegnehmen; ung.: wegstehlen, abstehlen, mopsen, wegstibizen, besorgen, organisiesen, abstauben, ausführen, entführen, salopp: mausen, klauen, klemmen, krallen, kratzen, wegschleppen, rapschen (ländisch); einbrechen, plündern, rauben. Sie bilden eine synonymische Reihe. In die Reihe sind noch Phraseologismen als Peripherieschicht einzuschließen: einen Diebstahl begehen/ verüben, sich vergreifen, mitnehmen, beiseite bringen, verschwinden lassen, seine Hände in fremde Tasche stecken, klebrige Finger haben, lange/ krumme Finger machen, mein und dein verwechseln [Synonymwörterbuch, 1973. S. 511].

Diese Reihe als Erkenntnis- und Speicherungsstruktur ist keine geschlossene Einheit. Mit der Entwicklung der Gesellschaft und dem Prozess der Welterschließung vom Menschen sind entstanden und entstehen neue sprachliche Einheiten, durch die die zu erforschende synonymiche Reihe ergänzt wird. Die Wörterbücher spiegeln diesen Prozess wider und beweisen dadurch einen flexiblen Charakter der genannten Struktur und ihre Möglichkeit mentale Erkenntnisvorgänge darzustellen. Solche Verben wie abnehmen, ausräumen, sich bemächtigen, erbeuten, einsacken, unterschlagen, veruntreuen, betrügen, einstecken, scherzh.: erleichern; ung.: filzen; landsch.: fringsen sind schon in moderne Wörterbücher als Synonyme zum Verb stehlen eingetragen worden [Bulitta, 2007. S. 7]. Welches Wissen wird durch die synonymische Reihe mit dem Dominantenwort stehlen gespeichert? Warum entstehen neue Mitglieder der Reihe? Wie ermöglicht die genannte Struktur die Erkenntnis der Welt? Die Fragen sind noch zu beantworten. Das Wissen um ein Sprachmittel, das der Mensch zur Verfügung hat, ermöglicht ihm solche Auswahl von den Sprachmitteln, durch die jedes bestimmte Fragment der Welt am genauesten beschrieben wird. Eine synonymische Reihe ist in das kognitive Modell des Sprachträgers eingebettet. Je mehr Synonyme eine Erscheinung der Wirklichkeit benennen, desto tiefer ist sie erkannt, desto umfangreicher sind die mentalen Operationen, die sich als ein Resultat der absichtlichen Aufgabe ergeben [XanraKOBa, 2006, c. 98].

Im vorliegenden Artikel werden die synonymischen Verben stehlen, rauben, ausrauben, plündern, unterschlagen, veruntreuen von einer synonymischen Reihe beschrieben [Bulitta, 2007. S. 780]. Jedes Verb dieser Reihe hat im Sprachsystem seine Entstehungsgeschichte, seine Funktion im Prozess der Erkenntnis der Welt. Sie stellen den Prozess des Entstehens neuer Sinne, neuer Konzepte fest. Im Synonymwö r-terbuch wird das Dominantensem in der Bedeutungsstruktur des Verbes stehlen so bestimmt: «widerrechtlich und heimlich in seinen Besitz bringen» [Synonymwörterbuch, 1973. S. 511]. Das Verb stehlen hat die Bedeutung «etwas, was einem anderen gehört, unerlaubterweise (heimlich) an sich nehmen» [Duden, 2010. S. 887], «unbemerkt etwas nehmen, das einem anderen gehört, und es behalten» [Langenscheidt, 1998. S. 936]. In anderen Wörterbüchern hat das Verb stehlen die ähnliche Bedeutung «fremdes Eigentum, etwas, was einem nicht gehört, heimlich, unbemerkt an sich nehmen, in seinen Besitz bringen» [Duden, 1996], «widerrechtlich wegnehmen, entwenden» [Wahrig, 1980]. Also heben drei Wörterbücher (Duden 2010, Duden 1996, Langenscheidt 1998) die Semen «nicht gehört», «heimlich», «unbemerkt» hervor. Das Sem «heimlich» charakterisiert beim Verb stehlen eine von vielen Arten und Weisen des Diebstahls. Außerdem weisen die Seme «widerrechtlich», «unerlaubterweise» auf unrechtliche Art und Weise der Aneignung eines fremden Dinges hin. Im semantischen Umfang stehlen gibt es noch andere Bedeutungen «verhindern, dass das j-d etwas hat oder bekommt, die Ruhe, den Schlaf, die Zeit» [Langenscheidt, 1998. S. 936].

Jede Struktur wird wie eine Gesamtheit standfester Verbindungen des Objektes betrachtet, die seine Ganzheit versorgen [K03, 1994, c. 438]. In diesem Zusammenhang kann die Struktur einer synonymischen Reihe als Erkenntnisstruktur und Mittel der Speicherung von Wissen um die Welt verstanden werden, deswegen trägt jedes Synonym als Einheit des Ganzes neues Wissen von einem Fragment der Wirklichkeit. So, gehören, zum Beispiel, zu diesem Wissen, das die Verben stehlen, rauben, ausrauben, plündern, unterschlagen, veruntreuen chararterisieren, folgende gemeinsame und individuelle Merkmale. Zu gemeinsamen Merkmalen (Wissen) gehören: Objekt, am meisten fremde Vermögen, Geld oder beliebige fremde Dinge, auch negative Beziehung von der Gesellschaft. Diese Verben unterscheiden sich im Folgenden: sie charakterisieren verschiedene Seiten der unrechtlichen Aneignung von fremden Sachen. Das können verschiedene Arten des Diebstahls sein: heimlich, unbemerkt, mit Gewalt oder mit Betrug, durch neue Computertechnologien. Unterschiedlich ist auch das Instrument des Diebstahls, das die Synomyme der Reihe charakterisieren kann.

Die Synonymen stehlen, rauben, ausrauben, plündern, unterschlagen, veruntreuen haben allgemeine Bedeutung «etwas widerrechtlich an sich nehmen» oder «fremde Sache sich aneignen». Diese Synonyme haben auch seine kennzeichnenden Merkmale. So bedeutet das Verb rauben «j-m etwas mit Gewalt oder Drohungen wegnehmen». Es bedeutet eine Art der rechtswidrigen Aneignung mit Gewalt, häufig mit einem Instrument, z.B. mit dem Messer. Dazu hat es andere Bedeutungen «etwas raubt j-m etwas, etwas bewirkt, dass j-d etwas nicht hat oder nicht bekommt», z.B.:

etwas raubt j-m den Schlaf, die Ruhe, «entführen», z.B.: ein Kind rauben [Langenscheidt, 1998. S. 790].

Das synonymische Verb plündern charakterisiert häufig solche Situationen, wenn «aus Geschäften und Häusern Dinge gestohlen werden (besonders im Krieg oder während einer Katastrophe)». Es bedeutet auch «(fast) alles wegnehmen, essen», z.B.: den Kühlschrank, das Sparbuch plündern [Langenscheidt, 1998. S. 75].

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Das folgende synonymische Verb unterschlagen bedeutet «anvertrautes Geld oder Änliches für sich oder andere Zwecke unrechtmäßig behalten» [Duden, 2010], «Geld oder wertvolle Dinge, die man aufbewahren oder verwalten soll und, die anderen gehören, stiehlt» [Langenscheidt, 1998. S. 1043]. Auch hat das Verb noch die Bedeutung «j-m etwas Wichtiges mit Absicht nicht sagen, obwohl man es müsste», «(j-m) etwas verschweigen» [ebenda].

Das nächste Verb veruntreuen bezeichnet «etwas für sich selbst nehmen, dass man für j-n verwalten sollte (meitst Gelder veruntreuen)» [ebenda].

In der Semantik der beschriebenen Verben wird das Wissen um Wege der rechtswidrigen Aneignung des fremden Eigentums, Arten des Diebstahls, das Instrument, durch das die Aneignung stattfindet, das Subjekt und die Einstellung und Bewertung der widerrechtlichen Handlung von der Gesellschaft widergespiegelt.

Aufgrund der ethymologischen Angaben ändert sich die Bedeutung jedes der Verben der Reihe in bestimmen Zeiträumen und bekommt zusätzliche Sinnesschattierungen. Wie unsere Analyse zeigt, hat Verb stehlen chronologisch als erstes das Sem «das heimliche Wegnehmen einer Sache» bekommen [Duden, 2007. S. 804]. Das Verb stehlen charakterisiert die heimliche Art der widerrechtlichen Aneignung eines fremden Vermögens. Ursprünglich wird in der semantischen Bedeutung des Verbes stehlen auf Seme, die negative Bewertung ausdrücken, nicht hingewiesen. Im Prozess der Entwicklung der semantischen Struktur des Verbes entstehen Bewertungsseme mit negativer Konnotation. Der Wandel des Weltverständnises des Menschen befindet sich im engsten Zusammenhang mit dem Prozess der Entwicklung von sozialrechtlichen Beziehungen in der Gesellschaft, wo das heimliche Wegnehmen einer fremden Sache schon wie ein Verstoß gegen die rechtlich-soziale Norm und dementsprechend als in Verbrechen betrachtet wurde. Und in der semantischen Bedeutung des Verbs stehlen entstehen Bewertungsseme «widerrechtlich» [Wahrig, 1980] und «unerlaubterweise» [Duden, 2010]. Also ist das heimliche Wegnehmen einer fremden Sache wie ein von der Gesellschaft zu verurteilendes Vermögensdelikt ve r-standen worden [Die Rechtsordnung, 1997. S. 157].

Ähnlicherweise entwickelte sich die Semantik des Verbes rauben. Darin ist die historisch verursachte Lebensart germanischer Stämme widergespiegelt, deren Eroberungsmärsche die Weltanschauung der Germanen geprägt haben. Das Verb rauben enthält die Seme «reißen», «zerreißen», die der Bedeutung der Substantive Abreißen, Entreißen entsprechen. Sie beschreiben den Prozess des Wegnehmens der Kriegsrüstung - oder Kleidung von Gegnern während der Kriegshandlungen. Das Verb rauben kommt aus das Wort Raub, das in der althochdeutschen Periode (roub) die Bedeutung «Beute, Raub», «Kleidung, Rüstung» hatte, in der mittelhochdeutschen Periode das Wort roup bedeutete «(Kriegs)beute» [Duden, 2007. S. 654]. Die Vorstellung vom

Wegnehmen einer fremden Sache wurde erweitert durch neue konzeptuelle Mermale: Etwas rauben bedeutete «j -s Eigentum widerrechtlich und unter Anwendung oder Androhung von Gewalt in seinen Besitz bringen» [Duden, 1996]. Der Gebrauch des Verbes rauben ist aufgrund der genannten Merkmale ermöglicht: «Am ersten Tag der Freiheit griff er zwei Jugendliche mit dem Messer an und raubte ihnen Geld» [Spiegel, 21.04.1999]. Abstrakte Objekte wie Gedanken, Ideen, Zeit, Schlaf können zu Aktanten der Verben stehlen und rauben werden.

Die Erweiterung der Erkenntnisse über den Diebstahl hat zur Bildung der präfix-alen Ableitungen beigetragen. So ist die Ableitung ausrauben: «Denn im Gegensatz zu den smarten Casino-Räubern um George Clooney gingen die Berliner Täter nicht wie Gentlemen-Gangster vor, sondern eher wie brutale Kriminelle, die einen Supermarkt ausrauben» [Spiegel, 08.03.2010]. Im Unterschied zu rauben unterstreicht das Synonym ausrauben das Ausmaß des Diebstahls, weil das Präfix aus- «Erweiterung», «Ausdehnung» betont [Duden, 2010. S. 143]. Die lexikalische Umgebung dieses Verbes weist auf den Charakter der widerrechtlichen Tat hin.

In der mittelhochdeutschen Periode entsteht das Verb plunder (heute plündern), das im deutschen Sprachbewußtsein als «Hausgerät, Kleider, Wäsche wegnehmen» [Duden, 2007. S. 615] verstanden wird. Das Verb plunder ist wie eine Ableitung vom Wort Plunder «Hausgerät, erbeutetes Kleid» entstanden [Kluge, 1995. S. 556]. Im Zeitverlauf erweitert das Verb plündern seine Bedeutung und beschreibt die Situationen, wenn man «in Geschäfte, Wohnungen raubend und zerstörend eindringt» [Duden, 2010. S. 718], «aus Geschäften und Häusern Dinge stiehlt (besonders im Krieg oder während einer Katastrophe)» [Langenscheidt, 1998. S. 758]. Aufgrund der Wörterbücherangaben entstehen in der semantischen Struktur des Verbes plündern die Seme «widerrechtlich wegnehmen», «raubend und zerstörend eindringen», dabei wird unterstrichen, dass die Aneignung von fremden Dingen während einer außerordentlichen Situation oder besonders im Krieg oder während einer Katastrophe geschieht: «Ich aber habe befohlen, dass in meinem Heer während einer Schlacht nicht geplündert werden darf. Heute werde ich euch zeigen, weshalb ich dieses Gesetz erließ» [David, 1996. S. 159].

Mit dem Entstehen und der Entwicklung der Ware-Geld-Beziehungen in der Gesellschaft erweitert sich ein Ojektenkreis der rechtswidrigen Aneignung. In der ersten Linie geht es um Geldmittel, die man in seinen Besitz durch den Betrug bekommen kann. Veruntreuen und unterschlagen sind die Verben in der zu erforschenden synonymischen Reihe, die andere Aspekte des Diebstahls beschreiben.

In der mittelhochdeutschen Periode hat das Wort unterschlagen die Bedeutung «für beiseitelegen, (unter etwas) verbergen» erworben. Im XVII Jh. erweitert sich sein Bedeutungsumfang. Es entsteht das Sem «rechtswidrig behalten». Später bekommt das Verb unterschlagen das zusätzliche Sem «widerrechtlich wegnehmen». In der modernen deutschen Sprache beschreibt das Verb unterschlagen die Situationen, wenn man «Geld oder wertvolle Dinge, die man aufbewahren oder verwalten soll und die anderen gehören, stiehlt» [Langenscheidt, 1998]. Im Unterschied zu den Verben der synonymischen Reihe enthält das Verb unterschlagen das Sem «betrügerisch»: «Gelder, Werte, die einem anvertraut sind, ... sich auf betrügerische Weise aneignen»

[Duden, 1996]. Das synonymische Verb veruntreuen hat gleiche Bedeutung wie sein Synonym unterschlagen: «anvertrautes Geld oder Änliches für sich oder andere Zwecke unrechtmäßig behalten» [Duden, 2010]. Durch das Verb aber wird der Mißbrauch der Verfügungsbefugnis unterstrichen, wenn jemand der ihm auferlegten Pflicht widerhandelt [Rechtsordnung, 1997. S. 156]. Das Verb veruntreuen erwirbt zwei Seme «anvertrautes Objekt» und «mißbrauchen», die zu konzeptuellen Merkmalen des Konzeptes des Diebstahls werden: «München - Der Siemens-Konzern ist nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München offenbar von einer "Bande" von Managern um 200 Millionen Euro betrogen worden. Gestern wurden zwei weitere Mitarbeiter aus der Finanzabteilung des Konzerns verhaftet, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld mit. Sie waren in der internen Revision und im Rechnungswesen der Siemens-Kommunikationssparte (Com) tätig. Damit seien jetzt sechs Beschuldigte im Untersuchungsgefängnis. Sie hätten sich "zu einer Bande zusammengeschlossen", um Konzerngelder mit Hilfe von schwarzen Kassen im Ausland zu veruntreuen, erklärte der Staatsanwalt. Berichten zufolge setzten die SiemensMitarbeiter das veruntreute Geld ein, um an lukrative Aufträge im Ausland zu gelangen. So soll unter anderem für ein Sicherheitssystem für die Olympischen Spiele 2004 in Athen gezahlt worden sein» [Spiegel, 22.11.2006].

Die Analyse der semantischen Struktur der Verben stehlen, rauben, seines Derivates ausrauben, plündern, unterschlagen, veruntrauen als Bestandteile der sprachlich-kognitiven Struktur - der synonymischen Reihe - zeigt, dass das Dominanten-sem «ein Objekt widerrechlich wegnehmen» in der semantischen Struktur der genannten Verben durch zusätzliche Seme zum Entstehen der neuen konzeptuellen Merkmalen «Art der widerrechtlichen Aneignung», «Instrument der widerrechtlichen Aneignung», «Subjekt», «Bewertung» beiträgt.

Literatur

1. Behagel, O. Die deutsche Sprache [Текст] / O. Behagel. - 11. Aufl. mit Hinweisen und Anmerkungen von Fr. Mauer. Halle (Saale) : Max Niemeyer Verlag, 1954. - 313 S.

2. Synonymwörterbuch, sinnverwandte Ausdrücke der deutschen Sprache [Text] / Hrsg. Von Herbert Görner und Günter Kempke. Leipzig VEB Bibl. Institut, 1973.

- 643 S.

3. Bulitta, Erich und Hindegard. Das große Lexikon der Synonymie [Text] / Fischer Taschenbuch Verlag, 2007. - 1049 S.

4. Хантакова, В. М. Теория Синонимии: Опыт интегрального анализа [Текст] : монография / В. М. Хантакова. - Иркутск : ИГЛУ, 2006 - 221 с.

5. Langenscheidt. Langenscheidtsgroßwörterbuch, Deutsch als Fremdsprache [Text] / Langenscheidt. - Berlin-München-Wien-Zürich-New York : Langenscheidt, 1998. - 1220 S.

6. Duden. Deutsches Universalwörterbuch ^xt] / Duden. - 3 neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim : Dudenverlag, 1996. - 1816 S.

7. Duden. Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache, 4., neu bearbeitete Auflage. Band 7 ^xt] / Duden. - Mannheim-Wien-Zürich : Dudenverlag, 2007. - 960 S.

8. Duden. Das Bedeutungswörterbuch, 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Herausgegeben von der Dudenredaktion, Band 10 ^xt] / Duden. - MannheimZürich : Dudenverlag, 2010. - 1151 S.

9. Wahig. Deutsches Wörterbuch mit einem Lexikon der deutschen Sprachlehre [Тех^ / Völlig überarbeitete Neuausgabe, Mosaik Verlag, 1980. - 4358 S.

10. Краткая философская энциклопедия / ред.-сост. Е.Ф. Губский, Г.В. Кораблева, В.А. Лутченко. - М. : Издательская группа «Прогресс» - «Энциклопедия», 1994. - 576 с.

11. Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland ^xt] / Zweite, neubearbeitete Auflage Schriftenreihe. - Bonn : Band 333, 1997. - 240 S.

12. Kluge, F. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache ^xt] / F. Kluge. - Berlin : [S.l.], 1995. - 556 S.

13. David, K. Der schwarze Wolf ^xt] / K. David - Berlin : Verlag Neues Leben, 1996. - 264 S.

14. Spiegel [Electronic resource]. - URL : http://www.welt.de/ (дата обращения: 08.03.2010).

15. Wahrig. Synonymwörterbuch. Neuausgabe. Die 5. Auflage 2006 wurde vollständig neu bearbeitet und aktualisiert von Dr. Ulrich Adolphs ^xt] / Wissen Media Verlag GmbH, 2006. - 800 S.

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