Научная статья на тему 'Поэтическая функция и ее реализацияв поэтическом тексте'

Поэтическая функция и ее реализацияв поэтическом тексте Текст научной статьи по специальности «Языкознание и литературоведение»

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Ключевые слова
ПОЭТИЧЕСКИЙ КОНЦЕПТ / POETIC CONCEPT / ПОЭТИЧЕСКАЯ ФУНКЦИЯ / POETIC FUNCTION / ПОЭТИЧЕСКАЯ КАРТИНА МИРА / POETIC PICTURE OF WORLD / АВТОМАТИЗАЦИЯ / AUTOMATION / АКТУАЛИЗАЦИЯ / ACTUALIZATION / ПРИНЦИП ЭКВИВАЛЕНТНОСТИ / EQUIVALENCE PRINCIPLE / АССОНАНС / ASSONANCE / АНАФОРА / ANAPHORA

Аннотация научной статьи по языкознанию и литературоведению, автор научной работы — Радчук Ольга Андреевна

Исследуется поэтическая картина мира. Когнитивным про цессом в формировании поэтической картины мира выступает воображение, которое образует поэтический образ. Механизмом поэтической образности служит поэтическая функция, целью которой является актуализация. Материалом для исследования послужили стихотворения Р.М. Рильке.

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The poetic function and its demonstrationin the poetic text

This article considers the research of poetic picture of world. A cognitive process in the poetic text is an imagination, which develops the poetical figurativeness. The Mechanism of poetical figurativeness is a poetic function. t orients on actualization of the act of reading. The equivalent units are researched in the poetic text of R.M. Rilke.

Текст научной работы на тему «Поэтическая функция и ее реализацияв поэтическом тексте»

Lingua mobilis № 4 (50), 2014

ПОЭТИЧЕСКАЯ ФУНКЦИЯ И ЕЕ РЕАЛИЗАЦИЯ В ПОЭТИЧЕСКОМ ТЕКСТЕ

О. А. Радчук

Исследуется поэтическая картина мира. Когнитивным процессом в формировании поэтической картины мира выступает воображение, которое образует поэтический образ. Механизмом поэтической образности служит поэтическая функция, целью которой является актуализация. Материалом для исследования послужили стихотворения Р.М. Рильке.

Ключевые слова: поэтический концепт, поэтическая функция, поэтическая картина мира, автоматизация, актуализация, принцип эквивалентности, ассонанс, анафора.

Der Beitrag ist der Untersuchung der Besonderheiten von poeti-schem Konzept gewidmet. Im Beitrag ist das poetische Konzept als der Teil des komplizierten Mechanismus des Sinngeburts in dem poetischen Text betrachtet. Nach den Angaben der psychologischen Untersuchun-gen bei der Bildung des konzeptuellen Weltbildes spielen Denken und Einbildungskraft eine groBe Rolle. Daraus folgt, dass kognitive Haupt-prozesse in der Sprachwissenschaft das Denken und in der Dichtung die Einbildungskraft sind.

Die Einbildungskraft bildet eine poetische Gestalt. Das Ziel der Einbildungskraft in dem poetischen Text besteht in der Errungenschaft des asthetischen Vorhabens und der gefuhlsbetonten Verbindung der Realitat und des Bewusstseins der Menschen. Dem kennzeichnenden Ausdrucksmittel in der Dichtung dient die Metapher («Dein Erklingen warf mich weit»). Dieses Mittel ist als kognitiver Mechanismus des Bewusstseins, der die Erscheinung der Realitat darstellt und das poetische Konzept bildet.

Die Untersuchungen des Mechanismus der poetischen Verbildli-chung, die mit der Automatisierung und Aktualisierung verbunden ist, wurden von den Gelehrten des Prager sprachwissenschaftlichen Krei-ses durchgefuhrt. Dem Hauptziel des Berichtes dient die Inhaltsangabe, die auf die auBersprachliche Tatigkeit gezielt ist. Die Sprachelemente

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sind gleichartig. Sie sind automatisiert. Unter dem Begriff Aktualisie-rung versteht man den Gebrauch der Sprachelemente. Beim diesen Ge-brauch sind die Sprachelemente uberraschend aufgefasst und betonen den Sprachfakt [1, 243].

Also der Mechanismus der poetischen Verbildlichung ist die Funk-tion, die sich auf die Aktualisierung der sprachlichen Gestaltung orien-tiert ist. Die Versbauregel, die die Form des poetischen Textes einzig-artig bildet, ist der Wirkung der poetischen Funktion erklart. Die poeti-sche Funktion ist von R.O. Jakobson ausfuhrlich untersucht. Nach der Meinung von R.O. Jakobson, die poetische Funktion charakterisiert die poetische Sprache und den poetischen Text als Struktur der besonderen Art. Er definiert die poetische Funktion als Einstellung auf den Sprachfakt und Bericht und bestimmt den Mechanismus ihrer Entwicklung in dem poetischen Text. Dieser Mechanismus ist durch die Harmonie der zwei Arten der Operation mit den linguistischen Symbolen: Selektion und Kombination.

Unter der Selektion versteht der Gelehrte die Auswahl der Sprachelemente aufgrund der Gleichwertigkeit nach dem Ahnlichkeits- oder Unterschiedsprinzip. Die Kombination ist die Symbolverbindung in der Sprachkette aufgrund der Beruhrung, d.h. die Verbindung und der Zusammenhang sind zwei Seiten einer Kombination. Das Aquivalenz-prinzip gehort zu dem Kode, weil es in der Auswahlgrundlage der Sprachmittel liegt. Das Ahnlichkeitsprinzip gehort nicht nur zu dem Kode sondern auch dem Bericht. Der Mechanismus der poetischen Funktion verwirklicht durch die Projektion von Aquivalenzprinzip von der Selektionsachse auf die Kombination. Da die Aquivalenz das Grundverfahren des poetischen Aussagebaues ist, wird die Aquivalenz des konstituierenden Elements in der Konsequenz [2, 202]. Das erklart, dass die aquivalenten Einheiten als Silbe, Betonnung, Prosodiklange oder Kurze, syntaktische Pause in den poetischen Texten regelmaBig wiederholen und zu den EinheitsmaBen verwandeln. Als Beispiele der wiederholenden aquivalenten Einheiten werden die Gedichte von R.M. Rilke angegeben [3].

«Schlaflied»

Einmal wenn ich dich verlier, wirst du schlafen konnen, ohne dass ich wie eine Lindenkrone mich verflustre uber dir?

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Ohne dass ich hier wache und Worte, beinah wie Augenlider, auf deine Brueste, auf deine Glieder niederlege, auf deinen Mund.

Die Besonderheit dieses Gedichtes ist Assonanz des Schlagvokals

[i] [i:] in Zusammenhang mit den sonoren Vokalen n, m, l. Das bringt dem Gedicht ungewohnliche Ruhe. Sowie der Reim der ersten und vierten, funften und achten Zeilen als auch zweite und dritte, sechste und siebente Zeilen geben dem Gedicht den gemessen und musikali-schen Tonfall zu.

«Geburt der Venus»:

Am Mittag aber, in der schwersten Stunde, hob sich das Meer noch einmal auf und warf einen Delphin an jene selbe Stelle Tot, rot und offen.

In anderem Fall findet man Assonanz in der Reihenfolge der Vokal [е] und [о]. Vorsatzliche gewahlte Lautfiguren und Kombination schauen Empfangers Absichten durch, verandern die Welt und gleichen die Poe-sie der Musik. Die Tonmalerei und der Reim bilden die Aussagestruktur. Dank dem Wort, Reim, der Assonanz, Lautpalette und den verschiedenen Symbolen unterscheidet sich der poetische Text von den anderen.

Die bewusste poetische Verwendung der Tropen und der Redefigur, Transformationen im Vordergrund zeigen die schopferische Kraft der Sprache. Als Beispiel der Verwendung eine der stilistischen Tropen ist Anapher.

«Gesang der Frauen an den Dichter» du aber sei, du Mund, dafi wir es horen, du aber, du Uns Sagender: du sei.

In diesen Zeilen ist lexikalische Anapher. Die vielfache Wiederho-lung des Pronomens «du» verweist auf den Empfanger und betont da-mit seine Bestimmung.

«Gott im Mittelalter»:

und sie hatten Ihn in sich erspart

und sie wollten, daft er sei und richte,

und sie hangten schlieftlich wie Gewichte.

Die ersten Zeilen des Gedichtes beginnen mit der syntaktischen Anapher, was die Grundaufgabe der Hauptperson, des Gottes, dem das Volk in Zucht halt, bestimmt.

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«Das Karnssell Jardin du Luxembourg»:

Und dann und wann ein weifier Elefant.

Strophische Anapher, die nach dem jeder Vierzeiler wiederholt, steht im Mittelpunkt. Ihre Aufgabe besteht darin, die Marchengestalt des Tieres zu weisen.

Die Anapher in den Zeilen macht den emotionellen Effekt des Aus-sageteils, des Wechsels der Ereignisse mit dem Kulminationspunkt. Diese verbindlichen Effekte bestimmen die poetische Funktion fur den Empfanger.

Die poetische Funktion, nach dem Begriff von R. Jakobson, konzen-triert die Aufmerksamkeit auf die Nachrichtenform und verstarkt die Fuhlbarkeit des Symbols, vertieft die fundamentale Dichotomie zwi-schen dem Symbolen und Denotat. Die Zusammenhang in dem poeti-schen Text zwei Dichotomien, Ahnlichkeit und Konfinalitat, tatsachli-che und bedingte, beabsichtigt den neuen Typ der Beziehung, namlich die bedingte Ahnlichkeit.

In dem konzeptuellen Weltbild weist die poetische Funktion die Ta-tigkeit des Bewusstseins und Unbewussten der Menschen aus. Die poetische Sprache unterscheidet sich von der ublichen Sprache der Verwendungssphare des Unbewussten. Die Dichtung und poetische Sprache sind der nichtlinearen Logik untergeordnet, deshalb die Men-talstrategien und Mechanismen in den bestimmten Sprachstrategien zur Verfugung stehen. Diese Sprachstrategien schaffen die Eigenheit des Textes und der Sprache des Dichters.

References

1. Prague linguistic circle M., 1967 - s. 243

2. Jacobson R. Linguistics and Poetics M, 1975 - s. 202

3. Rilke R. Rhymes, CPI Ebner & Spiegel, Ulm printed in Germany,

2013.

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